Draugnim - Vulturine

7/10

Label: Debemur Morti

VÖ: 11.03.2016

Laufzeit: 46 Minuten

Genre: Symphonic Black Metal

 

 

Ganze 6 Jahre ist es her seit die Finnen "Horizons Low" herausgebracht haben.  Sie hatten schon immer ein Faible für den großen Pathos und das ändert sich auch mit dem neuen Werk "Vulturine" nicht.

 

Nach einem kurzen Intro-Windrauschen fängt das Album mit "That Name is Hate" schwermütig und mit Kälte an. Die Synthie-Kompositionen sind allgegenwärtig und verleihen dem Ganzen einen zusätzlichen Hauch von Geschichte. Um genau zu sein, kann ich mir diese Kompositionen auch fast in einem Film wie Herr der Ringe vorstellen.  Fast zumindest. So zieht sich das Lied durch mit abwechslungsreichen Parts, die sich gelegentlich wiederholen und einen Leitfaden herstellen.


Das zieht zieht sich in der Form auch durch alle anderen Lieder durch und es wird ein gutes Werk vorgelegt. Es gibt starke Momente ("Drums of Black Death") und schwächere Momente wie "Serpent Stone", in denen die Synthie Arrangements zu stark in den Vordergrund rücken. Schade, der Refrain hat eigentlich Ohrwurmfaktor und gegen Ende läuten sie einen epischen Part ein, der ohne Orchester aber besser funktioniert hätte.

 

Um genau zu sein, könnte man 80-90% des orchestralen Einsatzes herunterfahren oder teilweise ganz weglassen.

Instrumental und stimmlich ist diese Band wirklich sehr gut dabei und deren Musik würde gänzlich ohne den Epos sehr gut funktionieren. Weniger ist manchmal mehr. Das hört man beim Titel "A Passage of Fire" ganz gut, bei dem die Instrumente im Vordergrund stehen und das Lied ist sehr gut komponiert und gespielt und für mich eine der stärksten Momente der Platte.

 

Insgesamt ein gutes Album, das von düsteren Arrangements gut lebt, aber zu viel auf den Einsatz von orchestralen Tönen setzt, die die Musik zum Teil sehr verzerren.

 

-Samuel-