Nox Formulae - The Hidden Paths To Black Ecstasy

8/10

Label: Dark Descent Records

VÖ: 16.09.2016

Laufzeit: 45 Minuten

Genre: Black Metal

 

Bei Nox Formulae handelt es sich um eine noch frische Band aus Griechenland. Wenn es um die Mitglieder und deren Referenzen geht, wird es schwierig, etwas nachzuverfolgen, da sie sich in einen Mantel aus Schweigen hüllen. Klar ist, es gibt fünf Mitglieder: Wolfsbane, Monkshood, Nightshade, Kurgasiaz und Mezkal. Interessanterweise werden 3 dieser Leute als Sänger gelistet und nur ein Gitarrist und ein Drummer. Obwohl auf dem Werk auch mehr Instrumente zu hören sind.

Aber wie auch immer, für uns ist natürlich die Musik an sich interessant und darum soll es hier auch gehen.

 

Nox Formulae verstehen ihre Musik als Sprachrohr dunkler Entitäten und die Beschwörung eben jener, beziehungsweise im genauen Wortlaut: "Nox Formulae 's first recording ''The hidden Paths to Black Ecstasy'' is a true sonic grimoire (and should be


treated as an equal to an actual book of Dark Magic)". Klingt auf den ersten Blick spannend und die Musik ist es auch.

 

Nach einem kurzen Intro geht es los und es wird klar, hier wird auf melodischen und dynamischen Black Metal gesetzt. Die Gitarren folgen dem traditionellen Weg, das Schlagzeug legt den Grundstein für den rhythmischen Part und geht nach vorne. Zwischen den keifenden Parts von einem der drei gelisteten Sänger werden beschwörende und düster gesungene Sätze und Chöre gestreut, die den Eindruck eines mystischen Werks verstärken sollen. Alles arbeitet sehr gut zusammen, nichts fliegt aus dem Rahmen.

Die Produktion ist für ein Erstwerk gut gelungen, der schmale Grat zwischen rohem Black Metal und geschliffener Produktion wurde gut beschritten.

 

Im dritten Track des Albums "Nahemoth Death Plane" wird direkt gezeigt, dass ausser 08/15 Black Metal auch düstere Melodie, die die Spannung und das Lied aufbaut, auch im Repertoire liegen. Mit rhythmischen Gitarren, Schlagzeug und der bereits bekannten Vocal Mischung wird das Lied stetig aufgebaut, bis es einen auf eine Ebene der dunklen und mystischen Welt hievt. Mit der Länge von knapp neun Minuten konnten sie sich auch austoben und den Hörer fesseln.

 

Danach geht es in gewohnter Manier wieder schnell weiter, die Lieder sind abwechslungsreich, vielfältig und düster. Standard klingt anders und so befriedigen sie das Bedürfnis, etwas Anderes als Massenware konsumieren zu wollen. Atmosphärisches Highlight des Albums ist "Dark Brother", das auch schon im Prelistening zu hören war. Hier wird fast gänzlich auf den Einsatz von schreienden Vocals verzichtet und das kommt auch gut an.

Sehr hörenswert ist auch der Zungenbrecher "Hidden Clan NXN - Pt a. Eleven Rays of Sorat, Pt b. Black Magic Assault".

 

Alles in allem wird hier ein insgesamt sehr gutes Werk präsentiert, das sich für ein Debütalbum nicht vor der Konkurrenz nicht verstecken muss und das man wirklich genießen kann!

 

 

-Samuel-