Inquisition - Bloodshed Across the Empyrean Altar Beyond the Celestial Zenith

10/10

Label: Season Of Mist

VÖ: bereits erschienen

Laufzeit: 56 Minuten

Genre: Black Metal

 

 

Was Dagon und Incubus hier abliefern, ist der schiere Wahnsinn!

Der Titel des Albums ist schon sehr wahnwitzig, aber von Inquisition ist man da nichts Anderes gewöhnt. Es hat auch einen gewissen Unterhaltungswert wenn man versucht, jemandem das Album zu empfehlen.

Warum man das auch tun sollte? Lest einfach weiter!

 

Man beginne mit einem genretypischen ruhigen und zugleich verstörenden Intro und lasse das Ganze dann mit einem Schlag eskalieren.

 

Inquisition waren ja nie für sanfte Töne bekannt, aber man wird direkt von einem Riffgewitter und Doublebass Maschinengewehr überrollt, das seinesgleichen sucht.


Dazu die nach klirrender norwegischer Kälte klingenden Vocals, die einen Abbath alt aussehen lassen und bei denen nur die Wenigsten vermuten würde, dass das warme Kolumbien das Herkunftsland dieser Herrschaften ist.

So ballert die Platte weiter, bis man bei „A Black Aeon Shall Cleanse“ landet.

Hier wird gezeigt, dass auch höllisch groovendes Mid-Tempo Songwriting im Bereich des Machbaren liegt. Und das machen sie verdammt gut, durch stetige Abwechslung im Lied kommt auch hier kein Gefühl eines Lückenfüllers auf.

 

Das darauf Folgende „The Flames of Infinite Blackness Before Creation“ erinnert thematisch, atmosphärisch und auch musikalisch ein wenig an die Melodic-Black Könige von Dissection. Was sich aber nicht negativ auf das Lied auswirkt, ganz im Gegenteil.

In der 2. Hälfte des Albums wird der gekonnte Spagat zwischen Melodie/Mid-Tempo und Geprügel genauso gekonnt weitergeführt, um schließlich in zwei beschwörungsartigen Outros zu münden und dem ganzen satanischen Spektakel ein Ende zu setzen.

 

Eine Platte, die sehr nah an die Perfektion des „modernen“ (pfui, böses Wort) Black Metal heranreicht und die in meinem Player wohl noch öfters laufen wird!

 

-Samuel-