Battle Dagorath - I-Dark Dragons of the Cosmos

9/10

Label: Avantgarde Music

VÖ: 18.10.2016

Laufzeit: 57 Minuten

Genre: Ambient Black Metal

 

 

Meine Leserschaft möchte ich jetzt bitten, beim Wort "Ambient" nicht vor Schreck zusammenzuschrecken und vom Stuhl zu kippen. Der Ambient Anteil ist nicht so ausufernd, dass man keinen Metal mehr heraushören würde. Eher werden die Instrumente und die Ambient Klänge zu einer Einheit zusammengeführt und mehr als Mittel zum Zweck gebraucht.

 

Das Zwei-Mann-Projekt um BSB und Vinterriket, das vor Veröffentlichung bei Avantgarde Music unterzeichnet hat, bringt uns mit "I-Dark Dragons of the Cosmos" ihren vierten Langspieler. Dieser ist der erste von zwei Teilen, der zweite Teil soll dann auch schon in wenigen Monaten erscheinen.


Die 57 Minuten verteilen sich auch lediglich auf sechs Titel, was die einzelnen Lieder naturgemäß über die 10-Minuten-Marke bringt. Und diese Minuten werden auch sehr gut mit Musik gefüllt, Ambient Exzesse sind nicht zu erwarten. Das ganze Album bewegt sich sehr schnell voran und die Langeweile sucht man vergeblich.

 

Die Gitarren spielen hoch und rasant, die Drums passen sich der Geschwindigkeit an und die Vocals von BS keifen giftig durchs Mikrofon.

Keyboard Klänge begleiten das musikalische Geschehen eigentlich durchwegs, angenehmerweise drängen sie sich dem Hörer aber nicht zu sehr auf. Sphärisch wabernd verpassen sie der Musik einen (anti) kosmischen Stempel, passend zur gelegentlich synthieverzerrten Stimme (z.B. bei"Phantom Horizons Beyond" - übrigens mit einem schönen Mittelpart inklusive Solo, gefolgt von einer drückenden Midtempo Passage, ") beschwören sie die "Schlange im schwarzen Himmel über uns". Alles wirkt wie aus einer anderen Dimension, es ist auch alles stimmig.

 

Damit ist die Grundessenz gefunden, die auch durchwegs funktioniert. Ein einzelnes Lied, das besonders heraussticht, kann man gar nicht benennen. Jeder einzelne Track hat etwas Eigenes, das stellenweise heraussticht. Seien es düstere Midtempo Parts, Soli, Akustikteil oder Ambientpassagen oder eine Mischung aus mehreren dieser Elemente, jeder Song kann etwas vorweisen, das die Zehnminüter zu einem Erlebnis abseits des 08/15 Gebolzes macht.

 

Insgesamt also ein sehr gelungenes Album und man ist schon ganz gespannt auf den zweiten Teil!

 

 

 

-Samuel-