Bewitcher - Bewitcher

9/10


Label: Heretic Fire

VÖ: Bereits erschienen

Laufzeit: 31:58 Minuten

Genre: Heavy/Black/Speed Metal

 

Nach 3 Demo Tapes liefern die 3 Jungs Unholy Weaver of Shadows, Infernal Magus of Nocturnal Alchemy und Diabolic Crusher of Hallowed Light aus Oregon, Portland nun ihr selbstbetiteltes Debüt ab.

Und es rockt wie Hölle!

Bisher ist die Aufmerksamkeit auf diese Band noch eher gering, was sich aber definitiv ändern kann, wenn sie am Ball bleiben.

 

Das Artwork des Covers stammt vom aktuell hoch geschätzten und viel beachteten Karmazid und sieht fantastisch aus.


Passend mit dem selbstbetitelten Opener "Bewitcher" fängt es mit einer Synthieorgel mystisch und unheilvoll an, nur um sich dann einer Orgie aus Oldschool Thrash/Speed Metal hinzugeben. Der Gesang ist sehr Black Metal lastig und eignet sich in Kombination mit den Instrumenten bestens dazu, einfach mal "FVCK YOU!" zu brüllen und einem unliebsamen Menschen den Mittelfinger in den Rachen zu stecken! Perfekter Einstand!

Alles, was das Metal Herz begehrt, wird hier bedient: geile Riffs, passende (und nicht überzogene!) Melodien, geile Vocals und es wird nicht langweilig! Man merkt den Jungs definitiv ihre Spielfreude an und das macht meiner Meinung nach auch viel des Flairs der Platte aus.

 

Genauso geht es mit den anderen 8 Tracks wie "Sin is in her Blood", "Black Speed Delirium" und "Harlots of Hell" weiter: unbändiger Metal, inspiriert von den Helden der ersten Stunde des Thrash Metal und mitunter auch Black Metal. Persönlicher Höhepunkt stellt für mich der letzte Track der Platte dar. "In the night (The cult will rise)" beginnt mit Kirchenglocken und der darauf folgende Riff verpasst mir eine Gänsehaut.

Ein Mid-Tempo-Lied ist natürlich auch das nicht und die Abrissbirne wird sogleich wieder ausgepackt, nur um dann im Mittelteil ein NWOBHM Riff einzupflanzen, das sich in die Gehörgänge brennt.

Ein schöner Abschluss einer geilen Platte. Da wünscht man sich, dass sie länger als 30 Minuten geht.

Das Gefühl, dass man auf Grund der kurzen Laufzeit um sein Geld beschissen wurde, kommt aber zu keinem Zeitpunkt auf. Die Gier nach mehr und die Hoffnung auf noch bessere (und vielleicht auch längere) Platten ist in mir erkeimt!

 

Eine Hörprobe von "Speed 'Til You Bleed" findet ihr im Videopit!

 

Tipp: Solltet ihr in Erwägung ziehen, euch das Album zu besorgen, dann holt euch die Gold Vinyl Edition!

Sie ist auf 100 Stück limitiert und man weiß ja nie, was mit der Band noch so passiert ;-)

 

-Samuel-